Erst die Diagnose, dann die Behandlung

Erst die Diagnose, dann die Behandlung

Steigende Teilnehmerzahlen, hochklassige Referenten und durchweg positive Rückmeldungen: Das Wundnetz Bodensee-Oberschwaben zieht eine positive Bilanz seines Wundsymposiums, das bereits zum 13. Mal im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen stattfand.

„Die Resonanz unserer Veranstaltung zeigt, wie wichtig das Thema chronische Wunde im medizinischen und pflegerischen Alltag ist“, resümiert die Wundnetz- Vorsitzende Hildegard Kerler. Die Pflegetherapeutin Wunde ICW eröffnete die Veranstaltung mit einem Referat über die Grundlagen der Wundversorgung. Dabei hob sie hervor, wie wichtig eine gesicherte Diagnose für die Wundbehandlung ist.

Die Themen waren wie immer vielfältig. Dr. med. Fabian Wissing vom Schwerbrandverletztenzentrum Offenbach sprach über Erstversorgung von Verbrennungen. Oberarzt Ralf Remmele aus Ravensburg beleuchte die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAvK). Die Thrombose als sekundäre Ursache für ein postthrombotisches Syndrom oder ein UCV (Prof. Dr. med. Florian Seeger) waren ebenso Thema wie Fallbeispiele aus der dermatologischen Wundsprechstunde von Dr. med. PD Cornelia Erfurt-Berge. „Erst die Diagnose, dann die Behandlung“, lautete auch das Credo der Oberärztin der Uniklinik Erlangen. Gut besucht waren die beiden Workshops zu aromapflegerischen Maßnahmen bei der Wundversorgung von Anne Gruninger.

Die Herstellermesse verzeichnete mit 25 Ausstellern einen neuen Rekord. Hier konnten sich die Teilnehmenden umfassend über unterschiedliche Produkte zur Wundversorgung, apparative Kompressionstherapie für zu Hause, Therapielaser zur Wund- und Schmerztherapie sowie über digitale Wunddokumentation und Wundvermessung und einen auf Wundversorgung spezialisierten Pflegedienst informieren.

Aus der Teilnehmerschaft war durchweg Positives zu hören: Allgemeinmedizinerin Patricia Beyer aus Ravensburg schätzt das Wundsymposium, um sich zu vernetzen. „Das schafft kurze Dienstwege, was in der täglichen Praxis immer wichtig ist“.

Kristin Gilch aus Karlsruhe und ihre Schwester Karolin Köhl, aus Memmingen, die gerade ihre Fachtherapeutenausbildung ICW absolvieren, sind sich einig: „Die Vorträge sind top, informativ und ansprechend. Die Veranstaltung kann man nur weiterempfehlen.“

„Es ist immer interessant, etwas Neues zu lernen und am Ball zu bleiben“, Sabine Cargiet, die als Krankenschwester in Ravensburg auf der Intensivstation arbeitet.

„Den guten Input und die Vernetzung“ weiß Julia Grundmann aus Pfullendorf sehr zu schätzen. Als Wundexpertin in der ambulanten Pflege vermisst sie oft den fachlichen Austausch, und schätzt ihn beim Wundsymposium umso mehr. Andreas Lang arbeitet im Wundmanagement der SRH-Klinik in Sigmaringen. Ihm gefällt die Mischung aus pflegerischen und medizinischen Themen.

„Das Wundsymposium gibt innerhalb eines Tages einen guten Überblick und neuen Antrieb für unsere Arbeit in der Praxis“, sagt Dr. Goetz Lohrmann aus Altshausen, der mit seinem Praxisteam am Wundsymposium teilnahm.

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