Teilnehmerrekord, fachkundige Referenten und zufriedene Besucher: Die Organisatoren des 14. Wundsymposiums ziehen eine durchweg positive Bilanz.
„Es zeugt von einer hohen Motivation, dass an einem Samstag so viele Berufstätige ihre Freizeit opfern“, resümiert Alissa Nerz, 2. Vorsitzende des Wundnetzes Bodensee-Oberschwaben. „Die Vorträge waren super“, befand ihr Vorstandskollege und Oberarzt Ralf Remmele. Insgesamt informierten sich 207 stationäre und ambulante Pflegekräfte, Ärzte und Podologen über Neues und Altbewährtes bei der Versorgung von chronischen Wunden. Die Referentinnen und Referenten gaben interessanten Input zur chronischen Wunde aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Themen.
Prof. Dr. Knut Kröger, referierte über die Wirkung von Medikamenten auf die Wundheilung und stellte Untersuchungsergebnisse mit Medikamenten vor, die primär andere Symptome bekämpfen sollen. „Hier gibt es interessante Studien, die aber in Bezug der Wundheilung weitere Forschung benötigen“, sagte der Chefarzt der Helios Klinik Krefeld.
Ida Verheyen-Cronau sprach über die Bedeutung der Edukation, die gezielte Information, Beratung und Schulung der Patienten umfasst. Chronisch Kranke müssen rund um die Uhr mit ihrer Wunde leben und ihr Verhalten dauerhaft danach ausrichten. „Deshalb brauchen Patienten gute und verständliche Informationen, wie sie richtig mit der Wunde umgehen sollen“, betonte die Leiterin der Zertifizierungsstelle der Initiative Chronische Wunde e.V.
Weitere Vorträge handelten von postoperativer Wundheilung, dem diabetischen Fußsyndrom, dem Lipödem sowie Fallbeispielen aus der Praxis. In zwei Workshops erfuhren die Teilnehmende Tipps und Tricks rund um die Kompressionstherapie. Abgerundet wurde das Wundsymposium von einer Messe für Hersteller von Produkten zur Wundversorgung.
Die Teilnehmer stellten der Veranstaltung ein gutes Zeugnis aus: „Es ist sehr interessant und informativ, sein Wissen aufzufrischen und neue Produkte und Materialien kennen zu lernen“, sagte Barbara Mühlsteff aus Ravensburg nach dem Workshop. „Es ist sehr abwechslungsreich und man lernt immer dazu“, fand Karolin Köhl aus Memmingen und Manuel Köhl weiß zu schätzen, „dass man Fachfragen an Hersteller stellen kann“. Auch Hausärztin Patricia Beyer aus Ravensburg bereut ihre Teilnahme nicht: „Die Themen waren wieder wunderbar und das Wundsymposium ist eine gute Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen.“
Die Veranstalter zeigen sich ebenfalls zufrieden und blicken schon voraus: „Das 15. Wundsymposium findet am 13. März 2027 statt“, kündigt die Vorsitzende Hildegard Kerler an.
